| Berufsbegleitendes Studium – Studieren neben dem Beruf |
| Geschrieben von: Administrator |
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Das berufsbegleitende Studium stellt eine Weiterbildungsmöglichkeit für alle dar, die fest in einem Beruf tätig sind, denen aber der akademische Abschluss für einen beruflichen Aufstieg fehlt. Oftmals wird diese Tatsache erst festgestellt, wenn man bereits fest in einem Unternehmen integriert hat und einen der berufliche Alltag nicht mehr fördert und man sich auf die Suche nach neuen Aufgaben macht. Zudem können oder wollen sie nicht Vollzeit studieren, an die Universität gehen und somit Ihren Arbeitsplatz aufgeben. Ein berufsbegleitendes Studium lässt sich mit einer Vollzeitbeschäftigung kombinieren und kommt somit für sie in Frage. Die Nachfrage nach dieser Form der Weiterbildung ist in den letzten Jahren stark angestiegen, was schließlich dazu führt, dass immer Hochschulen berufsbegleitende Studiengänge anbieten. Die Auswahl an Lehrgängen für diese Art Studium ist mit der Nachfrage ebenfalls gewachsen, deshalb gilt es sich genau zu informieren. Worauf sie in jedem Fall achten sollten, ist das Ihr Studium mit einem staatlich anerkannten Abschluss endet. Sollten sie sich beim berufsbegleitenden Studium für ein Präsenzstudium entscheiden, also ein Studium wo sie bei Lehrveranstaltungen persönlich erscheinen müssen, dann achten sie darauf, dass die Hochschule oder Universität nicht zu weit von Ihrem Wohnort bzw. Arbeitsplatz entfernt liegt. Entscheiden sie sich hingegen für ein Fernstudium gilt das nicht, da Ihnen sämtliche Unterlagen per Post zugesendet werden. Berufsbegleitendes Präsenzstudium Der große Unterschied zu einem Fernstudium liegt auf der Hand. Der Absolvent muss bei einem Präsenzstudium a sämtlichen Lehrveranstaltungen und Prüfungen persönlich in der Hochschule anwesend sein. Die Teilnahme an den Präsenzphasen ist unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an der staatlichen Abschlussprüfung. Der Studierende verbringt also einen Großteil der Studienzeit auf dem Campus der Uni, nimmt an Vorlesungen Teil und nutzt die gute Gelegenheit sich mit seinen Kommilitonen auszutauschen. Die Präsenzphasen des Studiums finden dann in der Regel an Werktagen Abends statt oder an Wochenendtagen ganztägig. Klausuren sind meist schriftlich und direkt in der Hochschule zu schreiben. Hausarbeiten und Referate, die in der Freizeit vorbereitet werden müssen, zählen ebenfalls zu den Aufgaben des Studierenden. Berufsbegleitendes Fernstudium Das Fernstudium stellt für einen Großteil der Bevölkerung eine echte Alternative zum Präsenzstudium dar. Insbesondere gilt dies bei einem berufsbegleitendem Studium und zwar vor allem dann, wenn der Wohnort des Studierenden von potenziellen Universitäten oder anderen Bildungseinrichtungen zu weit entfernt ist oder man nur eingeschränkt ist bzw. zu viel unterwegs ist. Bei einem Fernstudium werden die Lernmaterialien meist auf CD – Rom und und in Form von Studienheften zugesendet. Interaktive Kurse im Internet werden ebenfalls angeboten – mit dem Vorteil diese absolvieren zu können, wenn zeit dafür ist. Die Prüfungen können bei einem Fernstudium in Form einer Videokonferenz abgeschlossen werden, ansonsten wird ein Fernstudium meist zu Hause im Selbststudium durchgeführt. Allerdings gibt es je nach Art des Studium Präsenzseminare, an denen die Teilnahme Voraussetzung ist, um zur staatlichen Prüfung zugelassen zu werden. Des weiteren dienen diese Seminare der Kontrolle des Lernfortschritts und dazu, den Kontakt zu Tutoren und Kommilitonen zu ermöglichen. Fazit Präsenzstudium vs. Fernstudium Abhängig davon, welchen Abschluss (Diplom, Master, Bachelor) man anstrebt dauert ein berufsbegleitendes Studium an Fernschule und Hochschule gleichermaßen 2 bis 3 Jahre. Für welche Art des Studiums sie sich letztendlich entscheiden, hängt unserer Meinung nach vom Typ ab, der sie sind. Bevorzugen sie einen klaren Zeitplan und brauchen hin und wieder den Zwang, persönlich bei einer Vorlesung zu erscheinen, dann ist das Präsenzstudium das Richtige für sie. Sind sie jedoch in der Lage auch ohne klare Vorgaben und Zwänge einen klaren Zeitplan einzuhalten und können sich ständig auch bei Stress selbst zum Lernen motivieren, dann könnte ein Fernstudium für sie interessant sein. Für beide Arten des Studiums kann man abschließend festhalten, dass wenn man an einer staatlich anerkannten Einrichtung studiert, man den gleichen akademischen Grad erreicht. Voraussetzungen für ein berufsbegleitendes Studium Eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme eines berufsbegleitendem Studiums ist in den meisten Fällen eine Berufstätigkeit von 1 bis 3 Jahren vor Beginn des Studiums. Oftmals wird als Voraussetzung die Ausbildung in einem einschlägigem Beruf gefordert, in anderen Fällen wieder genügen als Nachweis der Berufstätigkeit auch nebenberufliche oder ehrenamtliche Tätigkeiten. In jedem Fall raten wir dazu, ein berufsbegleitendes Studium mit allen Beteiligten, wie Arbeitgeber und auch der Familie abzusprechen. Denn zu der hohen finanziellen Belastung kommt auch der enorme zeitliche Aufwand den ein solches Studium mit sich bringt. Allerdings eröffnen sich bei einem erfolgreichem Abschluss ganz neue Karrierechancen. Die Arbeit lohnt sich in jedem Fall, dennoch sollte man alle Gesichtspunkte im Voraus genau prüfen. Finanzierung eines berufsbegleitenden Studiums Eine der wichtigsten Fragen vor der Aufnahme eines Fernstudiums ist in vielen Fällen die Finanzierung des nebenberuflichen Studiums. Der Studierende ist bei einem solchen Studium zumeist erwerbstätig, d.h., dass ein teil der Kosten auf jeden Fall kompensiert werden kann. Trotzdem besteht die Möglichkeit auf verschiedenen Wegen Förderungen zu erhalten. Zunächst einmal gilt es sich beim Arbeitgeber bzw. der Personalabteilung des Unternehmens zu erkundigen, ob die Möglichkeit einer Förderung besteht. Viele Unternehmen und Firmen sehen es gerne, wenn Ihre Mitarbeiter sich aus Eigeninitiative weiterbilden möchten. Schließlich kommt das neu erworbene Wissen dem Arbeitgeber auf direktem Wege wieder zu Gute. Informieren sie sich in jedem Fall vorher, was mit gezahlten Geldern des Arbeitgebers bei einem Abbruch des Studiums passiert. Mögliche Fördermöglichkeiten durch den Arbeitgeber sind beispielsweise: - Freizeitunterstützung in Form von Sonderurlaub - jährliche Pauschale als finanzielle Unterstützung - die Arbeitszeitregelung dem Studium anzupassen - bei erfolgreichem Abschluss des Studiums komplette oder teilweise Erstattung der Kosten Neben der finanziellen Unterstützung und der eventuellen Förderung durch den Arbeitgeber gibt es eine Reihe weiterer Fördermöglichkeiten. Welche des sind erfahren sie im nachstehenden Text. Stipendien: Das Bundesministerium für Bildung bezuschusst qualifizierte Absolventen einer Berufsausbildung mit einem Weiterbildungsstipendium in Höhe von 5100 Euro. Wer bereits über 25 Jahre ist, sollte sich beim Stipendienprogramm „Aufstieg durch Bildung“ des Bundesministeriums für berufliche Fortbildung erkundigen. Außerdem empfehlen wir sich direkt bei den Hochschulen über Stipendienangebote zu informieren. Diese existieren, werden aber in vielen Fällen nicht sonderlich kommuniziert. Studienkredit: Wenn sie nicht in der Lage sind das Studium aus eigenen Mitteln zu finanzieren, kommt vielleicht die Finanzierung über einen Studienkredit in Frage. Auf jeden sollten sie vor dem Abschluss eines solchen Kredits mehrere Angebote vergleichen und dann entscheiden. Der Markt für Studienkredite verzeichnete in den letzten Jahren große Wachstumsraten, daher variieren sowohl die Preise, als auch die Modalitäten der jeweiligen Anbieter sehr stark. Steuerlich absetzen: Dies ist zwar keine direkte Förderung des Studiums, dennoch besteht die Möglichkeit einen Teil der Studienkosten von der Steuer abzusetzen. Dies gilt insbesondere, wenn sich von dem Studien ein Nutzen, wie zum Beispiel ein beruflicher Aufstieg erhofft werden kann. Kosten des nebenberuflichen Studiums, die von der Steuer abgesetzt werden können, sind beispielsweise Kosten für Fachzeitschriften, Lehrmaterial, Fahrten und Übernachtungen. Wir hoffen, dass dieser Artikel die von Ihnen gesuchten Informationen enthielt und wünschen Ihnen für Ihren weiteren beruflichen Werdegang alles Gute! |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 05. August 2009 um 15:23 Uhr |